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Kompatibilitätsprobleme mit verschiedenen macOS-Versionen

Infos

Dieser Artikel behandelt AdGuard für Mac, einem multifunktionalen Werbeblocker, der Ihr Gerät auf Systemebene schützt. Um zu sehen, wie die App funktioniert, laden Sie AdGuard für Mac herunter

Aktuell bestehende Probleme

Jedes Jahr veröffentlicht Apple eine neue Version von macOS, die innovative Lösungen einführt und neue nützliche Funktionen hinzufügt. Einige von ihnen, wie Netzwerk-Erweiterungs API (Big Sur) oder iCloud Privat-Relay (Monterey), verursachen jedoch einige Probleme für viele Anwendungen, wobei AdGuard keine Ausnahme bildet. In diesem Artikel betrachten wir die bekannten Probleme, die für jede macOS-Version spezifisch sind, und auch die möglichen Lösungen.

Monterey 12: derzeit bestehende Probleme

Diese Probleme wurden von Apple noch nicht oder nur teilweise behoben.

Kompatibilität mit iCloud Privat-Relay

Derzeit können AdGuard und iCloud Privat-Relay nicht gleichzeitig funktionieren. AdGuard kann keine Werbung blockieren, da iCloud Privat-Relay den Datenverkehr verschlüsselt, bevor AdGuard Netzwerkverbindungen filtern kann. Wenn iCloud Privat-Relay aktiv ist, wird jegliche Filterung (einschließlich lokaler Filterung) unmöglich. Daher kann AdGuard in Safari keinen Datenverkehr filtern oder eine DNS-Filterung durchführen. Aus diesem Grund verwendet AdGuard standardmäßig die „Standardroute“, die iCloud Privat-Relay deaktiviert.

Für ein tieferes Verständnis dieses Problems lesen Sie bitte diesen Artikel.

Empfohlene Lösung

Wir empfehlen die Verwendung von AdGuard zusammen mit einem traditionelleren VPN-Dienst wie AdGuard VPN.

Alternative Lösung

Sie können verhindern, dass AdGuard die „Standardroute“ verwendet, indem Sie sie deaktivieren. Dies kann über Erweiterte Einstellungen → network.extension.monterey.force.split.tunnel erfolgen. Beachten Sie, dass die Aktivierung dieser Einstellung zu den oben beschriebenen Problemen führt.

Erweiterte Einstellungen *border

Kompatibilität mit Protect Mail Activity

Die Mail-App von Apple verwendet jetzt einen Proxy, um die IP-Adressen der Nutzer:innen zu verbergen, wenn Bilder aus E-Mails heruntergeladen werden. Es funktioniert jedoch nicht, wenn eine VPN-Verbindung aktiv ist. Da AdGuard als VPN behandelt wird, werden Bilder nicht automatisch vorgeladen.

Für ein tieferes Verständnis dieses Problems lesen Sie bitte diesen Artikel.

Empfohlene Lösung

An dieser Stelle empfehlen wir die Verwendung eines herkömmlichen VPN-Dienstes, wie AdGuard VPN, anstelle der neueren Apple-Datenschutzfunktionen.

Monterey 12, Big Sur 11.6 und höher: derzeit bestehende Probleme

Diese Probleme wurden von Apple noch nicht oder nur teilweise behoben.

Kompatibilität mit Cisco AnyConnect

AdGuard funktioniert nicht zusammen mit Cisco AnyConnect im Modus Network Extension. Sie müssen AdGuard in den Modus Automatischer Proxy schalten. Folgen Sie dazu dieser Anleitung.

Kompatibilität mit Flutter

Dieses Problem wurde in Flutter 2.2 behoben, das im Juni 2021 veröffentlicht wurde. Aber um das Problem für in Flutter entwickelte Anwendungen zu beheben, müssen Sie auf Aktualisierungen warten.

Wenn Sie Flutter zusammen mit AdGuard im Modus „Network Extension“ (oder einer anderen Anwendung vom Typ „Transparent Proxy“) in Monterey oder Big Sur verwenden, treten Probleme auf: Projekte lassen sich nicht öffnen, und Flutter ist praktisch nutzlos. Der Fehler wurde bereits an Apple gemeldet. In der Zwischenzeit können Sie diese vorübergehenden Lösungen verwenden:

  1. Verwenden Sie AdGuard im Modus Automatischer Proxy.

  2. Deaktivieren Sie SIP und schalten Sie AdGuard in den Kernel-Erweiterungsmodus, wie hier erklärt.

VPN-Apps mit Legacy-API

Obwohl AdGuard in den Systemeinstellungen als VPN angezeigt wird, sollte es keine Konflikte verursachen, wenn es mit anderen VPN-basierten Apps zusammenarbeitet. Wird jedoch eine VPN-basierte App verwendet, die außerhalb des App Stores heruntergeladen wurde, besteht das Risiko, dass sie die alte VPN-API verwendet und von der Filterung ausgeschlossen werden muss:

  1. Öffnen Sie das AdGuard-Menü.
  2. Wählen Sie Einstellungen….
  3. Wechseln Sie zum Tab Netzwerk.
  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Anwendungen…
  5. Suchen Sie die App, die Sie ausschließen möchten, und deaktivieren Sie das Kontrollkästchen neben der App.

Gefilterte Apps

Bereits behobene Probleme

Diese Probleme wurden inzwischen von Apple behoben, können aber noch in älteren Versionen von macOS Big Sur auftreten.

Kompatibilität mit Little Snitch 5

Derzeit ist der Modus Network Extension in AdGuard nicht mit Little Snitch 5 kompatibel. Wenn beide ausgeführt werden, besteht die Gefahr, dass es zu Problemen mit dem Verhalten verschiedener Anwendungen kommt, selbst wenn diese nicht von AdGuard gefiltert werden. Dieses Problem wird direkt durch einen Fehler in Big Sur verursacht, und Apple wurde von uns bereits darüber informiert. Dies lässt vermuten, dass dieses Problem in einem der nächsten Aktualisierungen behoben werden wird.

Das Deaktivieren der Verbindungsüberwachung in Little Snitch löst das Problem jedoch nicht, da dadurch die Little Snitch-Erweiterung nicht aus dem Systemspeicher entfernt wird. Wir empfehlen, in den Automatischen Proxy-Filtermodus zu wechseln, wenn Sie AdGuard zusammen mit Little Snitch auf Big Sur betreiben, zumindest bis Apple den Fehler behebt.

Kompatibilität mit lokalen Proxys

Hinweis

Jetzt kann AdGuard lokale Proxys (meistens) problemlos filtern. Wenn Sie in den Betriebssystemversionen 11.1+ auf Probleme stoßen oder wenn Sie Big Sur 11.0 verwenden, entfernen Sie den lokalen Proxy aus den Systemeinstellungen und konfigurieren Sie einen Upstream-Proxy in AdGuard, indem Sie die nachstehenden Anweisungen befolgen.

So konfigurieren Sie einen Upstream-Proxy in AdGuard für Mac in Big Sur:

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Netzwerk → Ausgehender Proxy.
  2. Wählen Sie HTTP, HTTPS, SOCKS4 oder SOCKS5, je nach Proxy-Typ.
  3. Füllen Sie die Felder aus:
    • host ist die IP-Adresse Ihres Proxy-Servers,
    • port ist die gewünschte Portnummer, die vom Proxy-Server verwendet werden soll,
    • user und password sind der entsprechende Benutzername und das Passwort Ihres Proxys (falls erforderlich). Ignorieren Sie eine oder beide, wenn sie nicht zutreffend sind.

Wenden Sie sich bei Problemen bitte an unseren technischen Support unter support@adguard.com.

Beispiel 1: Konfigurieren eines Upstream-Shadowsocks-Proxys

Hier ist ein Beispiel für die Konfiguration eines Upstream-Proxys für Shadowsocks.

Zunächst benötigen Sie eine funktionierende Serverseite für Ihren Proxy. Höchstwahrscheinlich würden Sie zum Einrichten eine JSON-Datei wie diese verwenden (server und password Werte wurden hier zufällig ausgewählt):

{
"server":"111.222.333.444",
"server_port":8388,
"local_port":1080,
"password":"barfoo!",
"timeout":600,
"method":"chacha20-ietf-poly1305"
}
Tipp

Weitere Informationen über den Einstieg finden Sie auf der Shadowsocks-Website.

Dann müssten Sie den Shadowsocks-Client auf Ihrem Mac installieren. Stellen Sie sicher, dass Sie in den Einstellungen „Manueller Modus“ oder „Automatischer Modus“ auswählen. Die Konfiguration funktioniert nicht, wenn Sie „Global Mode“ (oder „Auto Mode“ in Big Sur-Versionen vor 11.1) auswählen.

Manuellen Modus oder automatischen Modus in den Einstellungen auswählen *mobile

Öffnen Sie nun das Menü AdGuard → Erweitert → Erweiterte Einstellungen… und setzen Sie den Bereich Wert der Einstellung upstream.proxy auf socks5://localhost:1080. Beachten Sie, dass Sie hier den Wert „local_port“ aus der JSON-Datei verwenden müssen.

Da Shadowsocks SOCKS5 verwendet, müssen Sie auch den Wert der Einstellung upstream.proxy.socks5udp in den erweiterten Einstellungen von AdGuard auf true setzen, damit AdGuard den UDP-Datenverkehr an den Proxy-Server weiterleitet.

Beispiel 2: Konfigurieren eines Upstream-Surge-Proxys

In Big Sur v11.1+ gibt es keine bekannten Konflikte zwischen AdGuard und dem Surge-Proxy. Wenn Sie eine ältere Version von Big Sur (vor 11.1) verwenden, überprüfen Sie, ob System Proxy in der unteren rechten Ecke deaktiviert ist. Andernfalls funktioniert Surge nicht mit AdGuard. Andererseits kann Enhanced Mode aktiviert werden, ohne dass es in einer Big Sur-Version zu Konflikten kommt.

Konfigurieren eines vorgelagerten Surge-Proxys *border

Wechseln Sie nun zu Einstellungen → Netzwerk → Ausgehender Proxy und füllen Sie die Felder aus. Für SOCKS5-Proxy-Typ:

  • host: localhost
  • port: 6153 Für HTTP-Proxy-Typ:
  • host: localhost
  • port: 6152

Alternativen zur Verwendung einer Netzwerkerweiterung

Es ist unmöglich, jedes mögliche Problem vorherzusehen, das in Big Sur oder Monterey auftauchen kann, es gibt unzählige verschiedene Hardware-/Software- und Einstellungskonfigurationen. Wenn Sie auf Kompatibilitätsprobleme stoßen, wenden Sie sich bitte an unser Support-Team, aber probieren Sie zuerst eine dieser Problemumgehungen aus.

Verwenden des Filtermodus „Automatischer Proxy“

Wenn Sie in Big Sur oder Monterey auf Probleme stoßen, die mit keiner der oben genannten Methoden gelöst werden können, können Sie versuchen, AdGuard in den Modus Automatischer Proxy zu schalten.

  1. Öffnen Sie das AdGuard-Menü.
  2. Wählen Sie Einstellungen….
  3. Wechseln Sie zum Tab Netzwerk.
  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Modus wechseln….
  5. Wählen Sie Automatischer Proxy aus.

AdGuard in den automatischen Proxy-Modus schalten

Jetzt hat AdGuard automatisch eine .pac -Datei zu den Netzwerkeinstellungen Ihres Mac hinzugefügt, sodass das System AdGuard als Proxy betrachtet und versucht, den gesamten Datenverkehr über AdGuard zu senden.

Hinweis

Einige Apps können diese Systemeinstellung ignorieren und deren Datenverkehr wird nicht gefiltert.

Aktivieren der Kernel-Erweiterung in Big Sur und Monterey

Standardmäßig verwendet AdGuard das Network Extension-Framework in Big Sur und Monterey, da die alte Kernel-Erweiterung dort deaktiviert ist. Dies kann einige Kompatibilitätsprobleme verursachen, aber um die Kernel Extension wieder zu aktivieren, müssen Sie zuerst den Systemintegritätsschutz (SIP) deaktivieren. Um SIP zu deaktivieren, folgen Sie dieser Anleitung:

  1. Klicken Sie auf das Apfelsymbol in der Menüleiste.
  2. Klicken Sie auf Neustart…
  3. Halten Sie die Tastenkombination Command (⌘) + R gedrückt, um in den Wiederherstellungsmodus zu wechseln.
  4. Klicken Sie auf Dienstprogramme.
  5. Wählen Sie Terminal aus.
  6. Geben Sie csrutil disable ein.
  7. Drücken Sie Return oder Enter auf Ihrer Tastatur.
  8. Klicken Sie auf das Apfelsymbol in der Menüleiste.
  9. Klicken Sie auf Neustart

Nachdem SIP deaktiviert ist, aktivieren Sie die Kernel-Erweiterung folgendermaßen:

Kernel-Erweiterung aktivieren

  1. Öffnen Sie das AdGuard-Menü.
  2. Wählen Sie Einstellungen….
  3. Wechseln Sie zum Tab Netzwerk.
  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Modus wechseln….
  5. Wählen Sie Kernel Extension aus.
  6. Bestätigen Sie, dass Sie zur Kernel-Erweiterung wechseln möchten.
Vorsicht

Wir empfehlen jedoch nur, diese Methode zu verwenden, wenn alles andere fehlschlägt, da dies zu unerwarteten Problemen führen kann.