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Chrome Manifest V3 steht vor der Tür — und wo stehen wir?

Vor mehr als vier Jahren, Anfang 2019, kündigte das Google Chrome‑Team bahnbrechende Änderungen an der Plattform für Browsererweiterungen an, die als „Manifest V3“ bekannt ist.

Wir haben mehrfach über mögliche Probleme berichtet, die diese Änderungen mit sich bringen könnten:

  • Wir haben die Gründe für diese Änderungen diskutiert und erklärt, warum wir glauben, dass dieser Weg gewählt wurde und nicht ein anderer.
  • Wir haben unsere Meinung ausgedrückt, dass dies nicht das Ende der Welt ist und dass Browsererweiterungen nicht das A und O sind
  • Wir haben erklärt, wie wir uns bei AdGuard an diese Veränderungen anpassen würden und welche Bedrohungen sie für das Ökosystem der Filterlisten darstellen

Anfangs wurde die Manifest V3 von fast allen Seiten negativ aufgenommen, sowohl von der Entwickler-Community (nicht nur von den Entwickler:innen von Werbeblockern) als auch von den Nutzer:innen, die Angst vor den Folgen der Implementierung einer restriktiveren und offen gesagt rohen und fehlerhaften Plattform hatten.

Glücklicherweise hat das Chrome-Team die Implementierung von Manifest V3 ausgesetzt, bis alle wichtigen Fehler und Entwicklungsprobleme behoben sind. Wenn Sie dem obigen Link folgen, werden Sie feststellen, dass es bald soweit sein wird. Es wird erwartet, dass alle wichtigen Probleme bis zur Veröffentlichung von Chrome 120 behoben sein werden, was bedeutet, dass die Integration von Manifest V3 näher rückt und es an der Zeit ist, den aktuellen Stand der Dinge zu diskutieren.

In den letzten Jahren wurde ich oft gefragt, welche Auswirkungen die Manifest V3 auf Browsererweiterungen haben wird. Ich habe versucht, diesen Artikel als eine Liste von Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema zu strukturieren.

Wie beurteilen Sie Manifest V3 insgesamt?

In meiner Einstellung zur neuen Plattform habe ich mehrere Phasen durchlaufen. Am Anfang gab es natürlich Widerstand. Aber ich muss den Chrome-Entwickler:innen zugutehalten, dass ihre Bemühungen meine Meinung geändert haben. Ich möchte hier die wichtigsten Faktoren nennen, die meine Meinung beeinflusst haben.

W3C-Arbeitsgruppe

Die für mich vielleicht wichtigste Änderung ist die Gründung der W3C WebExtensions Community-Gruppe, in der Entwickler:innen von Mozilla, Safari und Chrome mit Entwickler:innen von Browsererweiterungen zusammenarbeiten, um Spezifikationen für eine gemeinsame Erweiterungsplattform zu erstellen, die von allen großen Browsern weltweit unterstützt wird.

Was hat sich geändert? Alles! Wir haben endlich angefangen, einander zuzuhören. Die Erweiterungsentwickler:innen verstehen jetzt besser, was die Browserentwickler:innen antreibt, und die Browserentwickler:innen erfahren aus erster Hand, was uns beschäftigt. Aber mit Zuhören war es nicht getan, wir mussten auch an Verbesserungen arbeiten. Im Laufe der Zeit haben wir mit eigenen Augen gesehen, wie die Browser-Teams versucht haben, die Situation zu ändern. In einigen Fällen ging es nur darum, Fehler zu beheben, während in anderen Fällen größere Änderungen vorgenommen wurden, wie beispielsweise an der API für Benutzerskripte.

Die W3C-Gruppe ist eine Initiative, die durch das persönliche Engagement einzelner Ingenieure vorangetrieben wird und nicht durch ein Mandat von oben, und dafür möchte ich ihnen danken.

Unterstützung der Erweiterungsplattform

Ich beschäftige mich seit über 10 Jahren mit Browsererweiterungen und habe alle Veränderungen miterlebt, die mit ihnen einhergingen. Ehrlich gesagt, war die Erweiterungsplattform nie eine Priorität für Chrome. Die meiste Zeit über wurde sie nur von einer Handvoll Leuten verwaltet, und ganz am Anfang war es wirklich nur eine einzige Person.

Die Situation hat sich komplett verändert. Ich sehe, dass Chrome in den letzten Jahren erhebliche Ressourcen in die Plattform investiert und das Team vergrößert hat. Das erkennt man am Umfang und am Zeitplan der Änderungen, die an der Plattform selbst vorgenommen werden. Man sieht es auch am Umfang der Änderungen am Chrome Web Store.

Das Google-Team war beim letzten Ad Filtering Dev Summit anwesend und ich empfehle Ihnen, sich ihre Präsentation anzusehen, um besser zu verstehen, wovon ich spreche:

Wie schlecht ist Manifest V3 also wirklich?

Kommen wir zur Sache:

  • Alles in allem ist es bei weitem nicht so schlecht.
  • Die Änderungen in Manifest V3 sind global und erfordern von allen Beteiligten einen enormen Aufwand. Lohnt sich das? Ich denke schon. Am Ende haben wir eine einheitliche, browserübergreifende Plattform. In der Zwischenzeit haben auch wir Entwickler:innen von Browsererweiterungen Einfluss auf diese Plattform. Sie ist nicht statisch und wird sich mit der Zeit verändern und verbessern.
  • Ist es schlimm, dass Chrome darauf besteht, bestimmte Funktionen zu entfernen, insbesondere die Blockierfunktionen der webRequest-API, die es Werbeblockern ermöglichten, ihre eigenen Filter-Engine-Implementierungen zu haben? Ja, das gefällt uns nicht und wenn wir die Wahl hätten, würden wir diese Änderung lieber nicht vornehmen. Aber ich bin wirklich zuversichtlich, dass unsere gemeinsame Arbeit auf der Plattform dieses Problem ausgleichen kann.

Wie sieht es nun mit der aktuellen Vorbereitung von AdGuard für Manifest V3 aus?

Vor einem Jahr hat AdGuard den weltweit ersten Werbeblocker auf Basis von Manifest V3 auf den Markt gebracht. Hier ist ein Video vom letztjährigen Ad Filtering Dev Summit, wo ich ihn der Öffentlichkeit vorgestellt habe:

Dieses Jahr haben wir darüber gesprochen, wie wir unsere Erweiterung verbessern können und welche Schritte unser Team noch unternehmen muss:

Wir haben auch bereits über die Änderungen in unserer Haupterweiterung und deren Vorbereitung für die Implementierung von Manifest V3 gesprochen.

Kurz gesagt: Es gibt noch viel zu tun, aber es gibt definitiv Licht am Ende des Tunnels. Der Prototyp des MV3-Blockers zeigt bereits eine gute Filterqualität, von der man sich selbst überzeugen kann.

Stimmt es, dass Werbeblocker in Zukunft viel schlechter funktionieren werden?

Nein, das stimmt nicht. Obwohl Werbeblocker einen kleinen Teil ihrer Funktionalität verlieren, werden sie immer noch in der Lage sein, eine fast gleiche Filterqualität wie mit Manifest V2 zu bieten.

Die größte Herausforderung bei der Einführung von Manifest V3 ist die Aufrechterhaltung eines einheitlichen Ökosystems für Filterlisten, das derzeit von allen Werbeblockern verwendet wird. Aber auch daran arbeiten wir und ich denke, dass wir die Situation mit der Zeit verbessern können. Projekte wie AGLint und unser Plugin für Visual Studio Code werden es Entwickler:innen von Filterlisten ermöglichen, auf einfache Weise Filterlisten zu pflegen, die mit allen Versionen von Werbeblockern kompatibel sind, die ständig weiterentwickelt werden.

Stimmt es, dass alle Werbeblocker gleich werden und ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren?

Das stimmt nur zum Teil. Die Tatsache, dass die „Engine“, die die Netzwerkanfragen filtert, vom Browser implementiert wird, nimmt den Werbeblockern einen Teil ihrer Identität.

Werbeblocker sind jedoch längst über das bloße Blockieren von Webanfragen hinausgewachsen. In den letzten Jahren konzentrierten sich die meisten Bemühungen auf die Erweiterung von kosmetischen Filtern und Skriptlets. Und ihre Verwendung ist nach wie vor (und auch in der Zukunft) einzigartig für jeden Werbeblocker.

Bei den deklarativen Regeln für die Filterung von Netzwerkanfragen ist die Situation nicht so eindeutig. Die kompetente und qualitativ hochwertige Umsetzung der traditionellen Syntax für Filterregeln (die de facto der Standard bleiben wird) in ein vom Browser unterstütztes Format bleibt eine sehr komplexe technische Aufgabe. Werbeblocker, die diese Aufgabe besser bewältigen, erzielen bessere Ergebnisse als ihre Konkurrenten.

Stimmt es, dass Manifest V3 Innovationen behindern wird?

Auch das stimmt nur teilweise. Betrachten wir ein Beispiel: Der Einsatz von KI zur automatischen Erkennung und Blockierung von Werbung wird in der Werbeblocker-Community häufig diskutiert. Ohne die Möglichkeit, in Echtzeit zu entscheiden, was und wie blockiert werden soll, wird es für uns tatsächlich schwieriger, neue Blockierungstechnologien zu implementieren.

Das heißt jedoch nicht, dass wir solche Technologien überhaupt nicht einsetzen können. Wir müssen nur neue, ausgefeiltere Wege finden, um sie einzusetzen. Es bleibt abzuwarten, ob wir dieser Herausforderung gewachsen sind.

Stimmt es, dass Manifest V3 den Datenschutz und die Browsersicherheit verbessern wird?

Eigentlich nicht. Ich erkenne zwar die Vorteile von MV3 in Bezug auf Standardisierung, plattformübergreifende Kompatibilität und Leistung an, sehe jedoch keine Vorteile für die Sicherheit der Nutzer:innen. Die Zahl betrügerischer Erweiterungen im Chrome Web Store ist nach wie vor hoch, obwohl der Store schon lange keine Nicht-MV3-Erweiterungen mehr zulässt.

Ich bleibe weiterhin davon überzeugt, dass die Sicherheit der Nutzer:innen nur durch eine effektivere Überwachung von Browsererweiterungen gewährleistet werden kann. Wenn es dem Chrome Web Store-Team momentan an Ressourcen mangelt, um den Store von Betrügern zu säubern, sollten möglicherweise die Richtlinien verbessert werden und das Chrome-Team sollte enger mit der Cybersicherheits-Community zusammenarbeiten.

Vielleicht wird sich die Situation in Zukunft durch die Entwicklung der Erweiterungsplattform etwas verbessern. Aber ich bezweifle stark, dass wir allein durch Änderungen an der Plattform wesentliche Verbesserungen erzielen können.

Müssen wir uns also keine Sorgen mehr machen?

Auf keinen Fall! Gerade Ihre Sorgen und Ihr Engagement motivieren uns alle, weiterzuarbeiten. Das gilt sowohl für die Erweiterungsentwickler:innen als auch für die Browserentwickler:innen. Was auch immer gesagt wird und welche Herausforderungen uns auf unserem Weg begegnen, unser gemeinsames Ziel ist es, Ihr Leben zu verbessern. Wie sollen wir ohne Ihr Feedback wissen, was als Nächstes zu tun ist?

Und schließlich, wenn Sie sich nicht die Mühe machen wollen, die laufenden Entwicklungen der Browsererweiterungen zu verfolgen, können Sie jederzeit zu den Premium-Versionen von AdGuard wechseln und eine unserer eigenständigen Anwendungen installieren: für Windows, Mac oder Android. Sie alle arbeiten auf Netzwerkebene und sind unabhängig davon, welchen Browser Sie zum Blockieren von Werbung und Tracking verwenden.

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